Wiederholung des Konzertes im Rahmen des Berliner Festivals für Alte Musik mit Konzerteinführung (17.30 Uhr), CD-Release und gesonderten Führungen durch die Gemäldegalerie
„CRANACH im Spiegel der Musik am Berliner Renaissancehof“
(vorheriger Titel: "Bilder einer Ausstellung 2.0")
Ein großer Teil der Berliner Cranach-Werke wurde von der jungen Hohenzollern-Dynastie direkt beim sächsischen Hofmaler Lucas Cranach in Auftrag gegeben. Die Gemälde vermitteln ein eindrucksvolles Bild der Herrscher und ihres Kunstverständnisses im 16. Jahrhundert. Die aus Franken stammenden Hohenzollern, die mit der Belehnung Brandenburgs 1415 die Kurwürde erhielten, stiegen im Laufe des 16. Jahrhunderts zu einer der einflussreichsten Dynastien Europas auf. Ihr wachsender politischer Anspruch verlangte nach einer repräsentativen Bildsprache. Kunst diente dabei als wichtiges Mittel diplomatischer und konfessioneller Kommunikation.
Für diese Aufgabe war Lucas Cranach der Ältere besonders geeignet. Seit 1504 Hofmaler des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen und enger Vertrauter Martin Luthers, verfügte er über großes Renommee und die Fähigkeit, politische Botschaften wirkungsvoll zu visualisieren. Seine Werkstatt gehörte zu den bedeutendsten nördlich der Alpen.
Eine Schlüsselrolle für die Renaissance in Berlin spielte Kurfürst Joachim II. von Brandenburg (1505–1571). Nach seinem Regierungsantritt 1535 ließ er die Berliner Klosterkirche zur Dom- und Stiftskirche erheben und mit kostbaren Ausstattungen sowie mindestens neun Altären aus der Cranach-Werkstatt versehen. Auch das Berliner Schloss wurde erweitert und mit Cranach-Gemälden ausgestattet. Viele dieser Werke sind erhalten geblieben. Zusammen mit historischen Hofmusikverzeichnissen ermöglichen sie heute einen lebendigen Einblick in die Welt der Renaissance am Berliner Hof – gesehen durch die Augen Lucas Cranachs.
Das Konzert geht seinem Lebensweg nach, gibt seinen Figuren Worte und Melodien und erweckt so die stillen Zeugen, seine Gemälde, zum Leben.
Mitwirkende – Ensemble Art d’Echo:
Juliane Schubert – Sopran
Stefan Kunath – Alt (am 28.11.26 David Erler)
Kai Roterberg – Tenor
Matthias Lutze – Bass
Anna Schall – Zink/Blockflöte
Silke Gwendolyn Schulze -Blockflöte/Schalmei/Dulzian
Hans-Martin Meckel – Blockflöte/Viola da gamba
Irene Klein – Viola da gamba
Thor-Harald Johnsen – Laute
Klaus Eichhorn – Truhenorgel
Peter Kuhnsch – Percussion
Juliane Laake – Viola da gamba & Leitung
Karten:
9. September 2023, 18 Uhr Tickets
10. September 2023, 18 Uhr Tickets
27. November 2026, 18 Uhr Tickets